Yamaha EZ-220 Leuchttasten Keyboard

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Musizieren im Eigenheim gehört für viele Personen zum absoluten Freizeitspaß und regelmäßig durchgeführten Hobby. Seit den 80er des vergangenen Jahrtausends beispielsweise erfreuen sich Keyboards, also quasi digitalisierte Klaviersysteme mit zusätzlichen Einstellungs- und Soundoptionen, einer überaus großen Beliebtheit. Doch die vielen verschiedenen Keyboard-Modelle unterscheiden sich mittlerweile in einem deutlichen Ausmaß voneinander – nicht nur preislich gesehen. Ein Experte in Sachen „Musik zum Selberbasteln“ stellt Yamaha dar. Was der fernöstliche Musikprofi mit der EZ-220 Soundmaschine auf die Beine gestellt hat, wodurch sich dieses Modell auszeichnet und für wen sich der Kauf beziehungsweise die Benutzung lohnen dürfte, verraten die folgenden Zeilen.

Design und Verarbeitung des Yamaha EZ 220

Das Yamaha EZ-220 kommt in einem klassischen Keyboard-Layout daher, weist also eine weiße Tastenfläche mit schwarzen Zwischentönern auf und kann zudem mit einem integrierten Bildschirm dienen. Dieser ist auf der Basis der LCD-Technik entwickelt und zudem zweifarbig gehalten. Angesichts der Bildschirmdiagonalen von 5 Zoll finden allerdings nur die „Basisinformationen“, also etwa die Songwahl und die Kategoriezugehörigkeit, nicht aber der gesamte Titel des angestimmten Liedes, auf dem Display Unterschlupf. Der Verarbeitung an sich muss jedoch ein dickes Lob zugesprochen werden: Alle Elemente sitzen sehr fest und gut miteinander verbunden in dem rund 4,4 Kilogramm schweren Gehäuse. Die genauen Maße betragen übrigens 94,5 x 34,8 x 11 Zentimeter. Somit fällt das EZ-220 ganz in die Größenordnung klassischer Keyboard-Systeme.

Qualität und Funktionen

Bei der Wiedergabe über die zwei integrierten Lautsprecher macht sich im Grunde genommen eine ausreichende, jedoch keineswegs überragende Tonqualität bemerkbar. Die jeweils 5 Watt starken Boxen bringen schlichtweg nicht genügend Leistung auf, um mit wirklich tiefen Bässen oder klaren Höhen überzeugen zu können. Alternativ darf das Yamaha EZ-220 allerdings auch an eine klassische Multimediaplattform, etwa einer Soundbar oder einem einzelnen Lautsprechersystem angeschlossen werden. In diesem Fall werden die Standard-Lautsprecher ausgeschaltet, sodass sich die Tonqualität ganz nach der Zusatz-Hardware richtet. Ein kennzeichnendes Merkmal für dieses Keyboard stellen übrigens die 61 Tasten dar, welche auf Wunsch beleuchtet werden können.

Vorteil: Das Gerät kann im Dunkeln bedient, gleichzeitig aber auch als Übungsstation genutzt werden. Mithilfe des Y.E.S. Systems darf der Spieler nämlich in drei Schritten, aufgeteilt in die Phasen „Listening“, „Timing“ und „Waiting“, sehr schnell das – ein- oder zweihändige – Spielen erlernen. Hierfür stehen insgesamt 101 Songs zur Auswahl. Soll auf „eigene Faust“ in die Tasten gehauen werden, lässt sich die Lernsoftware selbstverständlich auch abschalten, ein zusätzliches (kostenlos beigelegtes) Notenheft nutzen oder aber ganz nach „Frei Schnauze“ gespielt werden.

Im letzteren Fall überzeugt das Yamaha-Board mit einer verhältnismäßig einfachen Bedienung, die sich durch eine überschaubare Anzahl an Knöpfen und Tasten sowie selbsterklärenden Bezeichnungen bemerkbar macht. Je nach Geschmack dürfen dann selbstverständlich noch persönliche „Styles“ auf die Tonspur gelegt und beinahe alle Einstellungen nachjustiert werden. Im Vergleich zu professionellen Lösungen fällt das Gesamtspektrum an möglichen Änderungsarbeiten allerdings nur mittelmäßig aus.

Besonderheiten

Neben den beleuchteten Tasten und der einfachen Bedienung weiß das Yamaha EZ-220 noch durch eine zusätzliche iPad-Docking-Station zu überzeugen: Mithilfe der hauseigenen (und selbstverständlich kostenlosen) App dürfen wesentlich mehr Informationen auf dem Bildschirm des Scheiben-Computers aus Apfelhausen angezeigt werden. Hinzu kommt, dass das Speichern der Lieder auf dem iPad möglich ist und dieses dank eines USB-Ausgangs auch noch geladen werden kann. Voraussetzung hierfür ist jedoch die Verbindung des EZ-220 mit einer externen Stromquelle über das mitgelieferte Netzteil. Alternativ bezieht das Modell seine Energie über sechs Batterien des Typs AA.

Fazit

Für gerade einmal 200 Euro erhält der Käufer des Yamaha EZ-220 ein wirklich modernes und umfangreiches Tonstudio, wenn auch die Funktionen nicht allzu ausgefeilt ausfallen. Dafür ist die leichte Bedienbarkeit eindeutig als Pluspunkt anzusehen, sodass sich das Keyboard insbesondere für Einsteiger eignet. Auch von den beleuchteten Tastenfeldern darf der Spieler je nach Können sehr stark profitieren, da diese zum Beispiel im Lernmodus lukrative Vorgabefunktionen erfüllen. Einen dicken Pluspunkt erhält das Yamaha EZ-220 zudem für die iPad-Kompatibilität sowie den zusätzlichen USB-Ausgang.